Monday, May 26, 2008

Zusammenfassung Universitätsorganisation

Während die geplanten Änderungen im Studienrecht noch kaum bekannt sind, so sind die möglichen Änderungen im Organisationsrecht bereits bekannt - wenngleich sie Koalitionsintern noch umkämpft sind. Hierbei lassen sich im Grunde zwei Gruppen ausmachen: Auf der einen Seite ÖH, Betriebsräte und Mittelbauorganisationen, die eine erweiterte Mitbestimmung verlangen und dabei auf die Unterstützung der SPÖ hoffen, auf der anderen Seite der Universitätsprofessorenverband und die ÖVP, die am liebsten alles so lassen möchte wie bisher, und versucht Änderungen mit passiver Gewalt zu verhindern.

Konkret geht es einerseits um das sogenannte Faculty - Modell. Das sieht im Gegensatz zum bisherigen Modell (ordentliche ProfessorInnen - das sind nur knapp 15% der Universitätsangestellten, sämtliche ao Profs, ass. Prof. etc. gehören nicht dazu - stellen die absolute Mehrheit in allen Gremien) eine erweiterte Kurie aller unbefristet Angestellten vor, in der die bisherige Professorenkurie in der Minderheit ist. Das würde die gewohnten Machtstrukturen der Universität gewaltig ins Wanken bringen, Senatsarbeit hätte vielleicht wieder Sinn..

Anderseits geht es um Sitz und Stimme für die Betriebsräte im Unirat. Das würde die Machtverhältnisse dort nur leicht verschieben, die Betriebsräte hätten dadurch aber einen weit besseren Kontakt zum Unirat.

Weitere Forderungen haben Senatsvorsitzende, RektorInnen, und Uniräte formuliert - hier wird massiv darum gekämpft wer welche Kompetenzen erhält.

Ein positives Ergebnis ist schon seit längerem bekannt - sämtlichen Gremien sol ein 40 prozentige Frauenquote vorgeschrieben werden. Allerdings wird auch diese sicherlich wieder relativiert werden..

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