Unser allseits geliebter Minister Hahn gab gestern abend in einem Gespräch mit dem "Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten" seine Ansichten und Ideen zu geplanten und zukünftigen Unireformen zum besten, dabei waren auch einige konkrete Festlegungen:
Die von den Rektoren geforderte Freigabe der Zugangsbeschränkungen sieht Hahn zwar positiv, will dieses heiße Eisen bei der kommenden Unireform aber noch nicht angreifen ("abwarten, bis der Bachelor sich etabliert hat, und die Wirtschaft die AbsolventInnen einstellt" und "in etwa 5-10 Jahren"). Es bleibt zu hoffen, dass er dies im Juni auch noch so sieht. Hahn deutet auch an, dass die SPÖ sich bei diesem Thema querlegt ("Dissens"); es könnte also auch sein, dass Hahn hier die Not zur Tugend macht.
Auch der alte konservative Weißheit, dass ja "ned a jedes ArbeiterInnenkind studieren muss" hängt Hahn - in leicht aktualisierter Form - noch an:
"nicht jeder müsse mit bestemm studieren, auch wenn er gar nicht dafür geeignet ist."
Auskunft über Änderungen der Universitätsorganisation ("Governance") gab heute sein gegenüber Brokal (immer noch SPÖ Wissenschaftssprecher): Die SPÖ hätte eine Abwertung des Senats verhindert, dafür gäbe es Erleichterungen bei der ersten Wiederwahl des Rektors. Hahns Version klingt allerdings anders: bereits vor der behandlung im Senat soll ein dreiköpfiges Gremium aus Uniratsvorsitzenden und je einem Mitglied des Senats und des Unirats die eingelangten Bewerbungen sichten, und einen zumindest drei Personen umfassenden Vorschlag an den Senat übermitteln, aus welchem der Senat wiederum drei Personen auswählt und dem Unirat übermittelt.
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